Esssucht – Fresssucht – Essströung

Die Sucht nach Essen, insbesondere nach fettigem, ungesundem Essen ist eine klassische Essstörung und das genaue Gegenteil zur Magersucht. Esssucht betroffene leiden meistens an Heißhunger-Attacken. Prägend ist, das sich ihr ganzes Leben um Essen, Nahrungsaufnahme und die Auswirkungen auf ihren Körper dreht. Fresssucht bedeutet nicht, dass sich die Betroffenen der Folgen für ihren Körper nicht bewusst sind. Oftmals werden die Folgen lediglich kurzzeitig verdrängt.

FressattackenBei einer Fresssucht werden durch die Fress-Attacken in kürzester Zeit unmegen Lebensmittel verschlungen. Wahllos stopfen Betroffene dabei Lebensmittel mit mehreren Tausen Kalorien in sich hinein. Manche Betroffene schildern, dass sie selbst vor einem Stück Butter nicht halt machen können. Da wird auch der Einkauf zum Hindernis. Von Esssucht Betroffene können noch so gute Vorsätze haben, beim einkauf landen dennoch gezielt Lebensmittel für die nächste Fressattacke im Einkaufwagen.

Durch die Fressattacken wird bei einer Esssucht oft auch das restliche Essverhalten gestört. Da die Betroffenen ein schlechtes Gewissen haben, essen sie keine geregelten Mahlzeiten mehr, verzichten teilweise sonst vollständig auf Nahrung. Gerade aber dieses Verhalten fördert die Fressattacken noch mehr.

Gründe für die Entsstehung der Esssucht sind oftmals psychisch. Häufig haben Betroffene auch schon vor der Fresssucht ein geringes Selbstwertgefühl und leiden an Komplexen. Die Fresssucht ist ein Ventil für diesen inneren Kampf.

Bei einer Therapie von Esssucht geht es meist nur sekundär darum das Gewicht zu reduzieren. Primäres Ziel der Anti-Fresssucht-Therapie ist die Bekämpfung der Heißhunger-Attacken. Zudem müssen die Betroffenen lernen, dass ein Rückfall nicht kränkend ist, sondern zum normalen Heilungsprozess gehört.

Esssucht, die Heißhungerattaken mit nachgfolgenden Brechattacken vereint, nennt sich Bulimie oder auch Ess-Brech-Sucht.