Fernsehsucht
Fernsehsucht, das ist der Zwang den TV einzuschalten und sich berieseln zu lassen. Andere Namen hierfür sind Mediensucht oder auch Verhaltenssucht. Bleibt der Fernseher ausgeschaltet, so kommt es bei den Betroffenen oft zu Aggressivität oder auch absoluter Teilnahmslosigkeit. Manchmal schieben Eltern oder Betroffene díe Schuld an der Fernsehsucht auf die Geräte.
Fernsehsucht – Befördert das LCD-TV Krankheiten?
Es gibt keinen Unterschied zwischen der krankheitsfördernden Eigenschaft des normalen Fernsehens und dem LCD-TV. Vielmehr können beide Varianten Fernsehsucht verursachen. Auch Krankheiten aufgrund von mangelnder Bewegung können durch beide Geräte entstehen. LCDTV hat für einige Patientengruppen sogar Vorteile. Die Geräte flimmern nicht. Dies ist dadurch begründet, dass das Bild nicht in Zeilen aufgebaut wird, wie dies bei den alten Fernsehapparaten der Fall war. Bedingt durch diesen Umstand neigen Epileptiker wesentlich weniger zu Anfällen, als dies noch vor einigen Jahren der Fall war.
Auch die Fernsehsucht wird nicht durch die Art des Apparates verursacht. Sie gehört zu den nicht-stoffgebundenen Süchten. Es handelt sich dabei um eine Verhaltenssucht. Hierbei üben die Betroffenen eine Verhaltensweise exzessiv aus. In diesem Fall wird das Programm exzessiv verfolgt. Darüber hinaus treten bei dieser Suchtform Symptome einer psychischen Abhängigkeit auf. Ein wesentliches Merkmal dieser Sucht ist die soziale Isolation der Betroffenen und der passive Konsum. Die Programme werden nicht mehr ausgewählt. Vielmehr werden die Sendungen wahllos ausgesucht. Darüber hinaus wird das Gerät sofort angeschaltet, wenn sich die Möglichkeit ergibt. Ist es ruhig und der Apparat ist ausgeschaltet, dann kommt es zu Nervosität, Aggressivität sowie Lust- und Interessenlosigkeit und Unwohlsein. Diese Symptome treten allerdings nicht verstärkt auf, wenn ein LCD TV verwendet wird, sondern kann vielmehr auch bei anderen Geräten auftreten.
Auch die körperlichen Erkrankungen entstehen nicht primär durch die Nutzung der LCD-Geräte. Vielmehr können auch sie durch alle Gerätearten entstehen. Neuere Studien haben beispielsweise belegt, dass Fernsehen Kinder generell mehr schadet, als dies bisher bekannt war. Sehen Kinder fern, dann wird vermindert Melatonin produziert. Dadurch können Kinder Sehschäden erleiden. Gleichzeitig wird die Fettleibigkeit gefördert. Bei Kindern kann durch den Konsum zugleich das Risiko für Krebserkrankungen steigen.
Bei Menschen zwischen dem 20 und 60 Lebensjahr steigt mit steigendem Fernsehkonsum ebenfalls das Risiko für Alzheimer, wie die Studie ebenfalls belegt. Hier ist allerdings anzumerken, dass es derzeit keine Vergleichsstudien gibt.
Unstrittig ist hingegen, dass Fernsehkonsum Bewegung verhindert. Deshalb wird Fettleibigkeit auf jeden Fall gefördert, was Herz- und Kreislauferkrankungen fördert.
Grundsätzlich sind diese Problematiken allerdings nicht primär auf die Nutzung eines LCD-TV zurückzuführen.